Es ist noch lange nicht vorbei! – Star Wars Battlefront II

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In einer Galaxie weit weit entfernt hat EA nicht die Spiele-Entwicklung für Star Wars Games übernommen und keinen Fehler bei Microtransactions gemacht. Doch bei uns auf der Erde ist alles anders. Battlefront II ist da und bringt viele Neuerungen zu seinem Vorgänger aus 2015. Doch ist Neu wirklich immer besser?

Star Wars Battlefront II möchte jedem Fan und Gamer der heutigen Zeit gerecht werden: Singleplayer Kampagne, Splitscreen-Modus auf Konsole und Multiplayer in allen Epochen der Saga. Doch was bleibt sind Lootcrates, die unseren Helden den Weg versperren und das Imperium finanzieren wollen. Battlefront II rotiert immer noch in unserer Konsole, doch mit einem bitteren Beigeschmack.

Fall des Imperiums

Zunächst zur komplett neuen Star Wars Story. Als Iden Versio erfährt der Spieler wie es zu den Zeiten des Imperiums war, als der zweite Todesstern zerstört wurde. Die Rebellen haben alle Freunde, Kollegen und Vorgesetzten ausgelöscht und das Inferno-Squad auf Endor festgesetzt. Doch die Elite-Einheit lässt sich so leicht nicht unterkriegen und flüchtet zu den Überresten der imperialen Flotte. Dort stellt Iden schnell fest, dass das die neuen Obergeneräle zu sehr drastischen Mitteln greifen können, um Angst und Schrecken in der Galaxie zu verbreiten. So wird das Inferno-Squad vor sehr fragwürdige Entscheidungen gestellt und die Loyalität zum Imperium auf die Probe gestellt.

40 Jahre Nostalgie

Auf zum Wesentlichen, was Battlefront II zu einem Highlight macht: Es sind erstmals alle Ären der Star Wars Saga spielbar. Ob ein Angriff auf Naboo mit Klontruppen gegen die Droiden der Föderation oder der Angriff auf Hoth der Imperialen oder eine Attacke der First Order auf Maz Schloss auf Takodanah – hier ist alles drin, was sich das Fan-Herz wünscht.
Die Weltraumschlachten wurden extrem verbessert, was vorallem den Änderungen der Steuerung und der Missionsmechanik zu verdanken ist. X-Wings müssen nun eine Raumstation zerstören und TIE-Fighter müssen dies verhindern – dabei werden nun mehrere Reaktoren zerstört und Schilde außer Kraft gesetzt.
Gerade im Multiplayer-Modus Galactic Assault werden die Blaster auf ihre Schusstüchtigkeit überprüft, wenn 20 gegen 20 Spieler aufeinander treffen und am Boden und in der Luft aus allen Rohren ballern. All die authentischen Waffen, Fahrzeuge und Helden sind mit dabei. So treffen erstmals Kylo Ren und Yoda aufeinander oder Boba Fett und Rey. Doch wer die Charaktere spielen möchte und sein Team zum Sieg führen will, der muss sich auf dem Schlachtfeld auszeichnen – die Helden kosten eine Heidensumme an Punkten, die während eines Matches verdient werden müssen. Dies heißt also, dass viele Spieler nicht in den Genuss kommen, die Sith und Jedi antesten zu können, da man zu wenig Punkte im Kampf erballert hat. Doch selbst wenn man mit Darth Vader am Feld herumläuft und die Rebellen mit einer Force-Attacke durch die Luft wirbelt, man ist schnell wieder am Boden und das nur, weil der Held noch nicht stark genug ist. Hier kommt das verzwirbelte Levelsystem zum Greifen.

Kisten, Kisten, Kisten

Ja, wir kennen die Lootcrate Diskussion. Gerade in Battlefront II sorgte es für viel Furore, als zum Release viele kaufbare Vorteilskisten zum Angebotspreis im Store erschienen ist. Doch zurück zum Anfang. Mit jedem Match erhält man zwischen 100 – 400 Credits, die man einsetzen kann, um Lootcrates kaufen zu können. Doch diese sind bereits sehr hoch angesetzt und beginnen bei 2.000 Credits – Preise wie auf einem Tattooine Flughafen! Nun öffnet man die erste Kiste und erhält ein paar Karten, die teilweise zum Aufbessern der einzelnen Klassen, Helden oder Fahrzeuge sind. Je nachdem, welche Klassenkiste man öffnet oder wie viel Credits man einsetzt, erhält man dann eine seltene Karte, die einem mehr Schaden verursachen lassen, mehr Lebenspunkte verschaffen oder die einzelnen Angriffe verstärken. Somit können Spieler, die mehr Credits einsetzen auch schneller stärker und besser werden. Als Casual-Spieler hat man das Gefühl, rein gar nicht voranzukommen, was den Wiederspielwert für das nächste Match drastisch verringert.

Fazit

Star Wars Battlefront II ist das, was sich ein jeder Gamer und Star Wars Fan wünschen kann: alle Schauplätze aller Star Wars Filme zum selber spielen. Gerade die neuen Modi und verbesserten Flugschlachten machen ordentlich Laune. Leider klafft aber gerade im Multiplayer eine große Wunde auf, die derzeit medial auf allen Ebenen debattiert wird. Das Lootcrate-System als Level-Fortschritt zu verwenden ist schlichtweg falsch und nicht das, was auf lange Sicht Spaß macht. Somit trübt das den Hype und lässt leider jedes Mal, wenn man am Matchende bemerkt, dass fast gar kein Fortschritt bemerkbar ist, die letzte Runde war den Aufwand nicht wert und man widmet sich anderen Games. Dennoch macht vorallem die geniale Star Wars Story rund um Iden Versio sehr viel Spaß und eine neue Hoffnung besteht, dass das Imperium nicht zurückschlägt sondern die Rückkehr des alten Progress-Systems alles zum Guten wenden kann!
Möge die Macht mit euch sein!

 

7.5 Good

+ Alle Star Wars Ären
+ unterhaltsamer Story-Modus
+ umfassender Multiplayer
- Progress-System ist mühsam
- ohne Lootcrates zu bezahlen ein Leveln kaum möglich
- zu wenig Ansporn für Langzeitspaß

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David B.

Unser multimedialer Tausendsasser ist überall zu finden. Sei es nun auf Events wie Gamescom, Comic-Con oder in Multiplayer-Lobbies zwischen Call of Duty oder FIFA. Nebenbei macht er auch noch Videos und Fotos auf Konzerten und Festivals. NO REST FOR THE WICKED!

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