Pokémon Tekken

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Eine Story über 2 Parteien, rundenbasierte Kämpfe, nur 4 Fähigkeiten pro Pokémon, ein großer Sammeltrieb und typbasierte Arenakämpfe – all das macht Pokémon aus. In Pokémon Tekken wurde das alles über Bord geworfen. Unzählige vordefinierte Angriffe, 12 vorgegebene Pokémon, keine Schwächen, keine Story und weit entfernt von einem rundenbasiertem Kampfsystem. Dennoch macht Pokémon Tekken Spaß.

Keine Story – kein Problem

Das Spiel konzentriert sich nur auf Kämpfe. Alle Pokémon bis auf Mewtu sind sofort spielbar und neben offline/online-Multiplayer kann man sich noch an einer Liga versuchen. Nach unzähligen Kämpfen hat man die Liga erklommen und muss nun einen letzten Kampf meistern um in die nächste Liga aufzusteigen. Hier trifft man auf Mewtu, gegen dass man auch gleich kämpfen muss, um die Arena zu beschützen.

Hat man dies geschafft, geht das ganze von vorne, in der nächsthöheren Liga, los. Wozu also das Ganze? Um Mewtu, Support-Pokémon und Outfits für den Spieler freizuschalten.

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Die Qual der Wahl

Auch bei 12 Pokémon fällt es schwer sich für ein Pokémon zu entscheiden. Man mag vielleicht das Pokémon, kommt jedoch mit dem Kampfstil oder der Geschwindigkeit nicht zurecht. Denn jedes der 12 Pokémon steuert sich unterschiedlich. Auch wenn Nahangriffe, Fernangriffe, Würfe und Konter immer durch die gleichen Knöpfe ausgelöst werden, sind die Angriffe doch sehr verschieden, sodass der Spieler seine Spielweise an das Pokémon anpassen muss.

Der Einstieg ins Kampfgeschehen ist nicht einsteigerfreundlich und schnell findet man sich im Tutorial wieder. Denn im Gegensatz zu anderen Kampfspielen hat Pokémon Tekken 2 Phasen: Eine 3D-Phase, in der der Spieler frei in alle Richtungen laufen kann und eine 2D-Phase, wo man sich nur zum Gegner hin oder vom ihm weg bewegen kann. Der Wechsel der Phasen wirkt zwar anfangs willkürlich, kann jedoch mit gewissen Angriffen erzwungen werden. Neben der Ansicht ändern sich auch die Angriffe, die dem Spieler zur Verfügung stehen.

Zum Spielgeschehen kommen auch noch Support-Pokémon hinzu, welche in 3 Kategorien eingeteilt sind (Angreifer, Buffer oder Unterbrecher). Wer seine Schwächen kennt, kann sie somit ausgleichen. Auslösen kann man die Support-Pokémon nach einer gewissen Zeit, wonach sie sich wieder aufladen müssen.

Wer genug ausgeteilt bzw eingesteckt hat darf den Burst-Mode aktivieren, welcher euer Pokémon für eine kurze Zeit schneller, stärker und resistenter macht. Abschließen kann man den Burst-Mode mit einem Spezial-Angriff, welcher leider leicht zu blocken ist.

Das komplexe Typen-System, welches man nur zu gut aus den Pokémon Spielen kennt, wurde komplett durch ein simples “Schere-Stein-Papier”-System ersetzt. Angriffe können gekontert werden, Konter können durch Würfe unterbrochen werden und Angriffe unterbrechen Würfe.

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So gut hat Pokémon noch nie ausgesehen – auch auf dem Gamepad

Pokémon Tekken lässt den Wunsch nach einem Pokémon mit HD-Grafik nur noch mehr wachsen. Auch wenn man weiß, dass die Spezialangriffe leicht zu blocken sind, versucht man sie trotzdem, weil man sich von dem Augenschmaus nicht sattsehen kann. Die Kämpfe protzen nur so mit Effekten und schauen auch auf dem Wii U Gamepad gut aus. Einen Splitscreen bietet das Spiel nämlich nicht. Einer der Spieler spielt auf dem Gamepad, während der andere mit einer Wiimote, Wii U Pro Controller oder einem eigenen Pokémon Tekken das Geschehen auf dem Fernseher steuert.

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Fazit

Pokémon Tekken bietet als Vollpreis Titel leider zu wenig. Zwar ist es wunderschön anzuschauen und die Kämpfe machen Spaß, doch mit nur 12 Pokémon und einer fehlenden Story fehlt die Langzeitmotivation.

8.2 Great

+ Pokémon
+ unterschiedliche Spielstile
+ grafisch bestes Pokémon
- zu wenige Pokémon
- Story
- Typen sind egal
- kein Splitscreen

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Konrad Salomon

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