Urlaubsbericht: Bolivien – Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands

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Da wir nun auch vermehrt Urlaubsberichte auf Volume.at veröffentlichen wollen, haben wir uns hingesetzt und überlegt, welche Länder noch interessant wären. Bolivien war eines dieser Ziele abseits des Mainstream!

Als wir im März die Reise buchten, waren wir uns noch nicht im Klaren, wie zeitintensiv es wird und haben deshalb sicherheitshalber den Kalender freigemacht. Bei der Hotelwahl gab es auch noch Unstimmigkeiten, schlussendlich entschieden wir uns dann aber doch für den amerikanischen Anbieter “Kingslayer”. Nun erfahrt ihr (ungelogen!) was sich wirklich in Bolivien lohnt zu sehen, welche Orte gerade In sind und ob es die Reise wert war!

Bolivianische Oliven – mhm!

Am Flughafen angekommen wurden wir gleich begrüßt, wir bekame eine sehr amüsante Kleidung, die Tarnfarben hatten. Unser Guide meinte, es sei, damit wir die örtlichen Bewohner nicht in ihrer gewohnten Umgebung stören. Wir durften aber zwischen lustigen Kopfbedeckungen wählen, welche teilweise kostenpflichtig waren. Also entschieden wir uns für Hut und Cappy, denn die Sonne soll sehr stark scheinen. Dem war auch so! Das Wetter wechselt zwar immer wieder zwischen Regen, Nebel und einigen Sandstürmen, doch bleibt es meist sonnig im ganzen Land. Unser Guide meinte, wir sollen auf jeden Fall auf seine Anweisungen hören und nicht den Wagen oder andere Gefährte verlassen, bevor er es nicht befiehlt. “Dies entscheidet meist über Leben und Tod”. Lächerlich…
Kaum vom Flughafen entfernt wurde mir klar, dass wir hier ein perfektes Ziel ausgewählt hatten: wunderschöne Landschaften, die sich über Hektar entlang ziehen, Zwischen Bergen finden sich kleine Dörfer, wo Fabriken stehen und einige militärische Stützpunkte, denen wir nicht zu nahe kommen wollten. Auch die Tierwelt ist hier vorhanden, doch anders als in Tibet konnten wir keine Interaktionen mit der Taiga des Landes vollziehen. Schade, die Ziegen auf der Straße hätten wir locker weggemacht!

Der Trip ins Landesinnere

Bolivien ist ein riesiges Land. Das hätte ich mir davor nicht träumen lassen! Jeden Tag machten wir Tagesausflüge von unserer “Basis” aus, wie es unser Guide immer am Walkie Talkie nannte. Einmal durften wir mit dem Helikopter über die großen Koka-Felder fliegen, einmal ging es mit Traktor durch Maisfelder. Bei Nacht erhielten wir sogar Nachtsichtgeräte und einige erfahrene Mitreisende hatte sogar schon Wärmesicht-Kameras. Mittels Drohne hat der Guide immer nachgesehen, ob wir in die richtige Richtung gehen, denn er meinte, überall lauern Gefahren in der Natur. Hin und wieder hat er über das Funkgerät Koordinaten bekommen, die wir dann als nächstes angefahren sind. Dank der Skills konnte er sogar mit Einheimischen reden, die uns dann geholfen haben den Weg zu finden und uns bei etwaigen Rundreisen mit Autos unterstützt haben (sehr nett, wenn auch bewaffnet). Mit wem auf keinen Fall zu Spaßen ist, ist die Unidad. Das lokale Militär kennt keinen Spaß, auch wenn man nur einen Auffahr-Unfall hat, schon ist man landesweit gesucht! Wer aber den echten Adrenalin Kick sucht, der kann sich aus fliegenden Helis und Flugzeugen werfen, mit dem Fallschirm mitten im Gemüse landen und sich von dort aus selbst den Weg bahnen. Man ist immer mit einem Guide per Funk verbunden und kann sich dann örtliche Fabriken ansehen, mit ansässigen Unternehmern austauschen oder den Sammler raushängen lassen und die Umgebung auf Sammelobjekte abgrasen.

Die Unterkunft und der Service

Im Schnitt wussten wir nicht, was uns erwartet, als wir den Trip starteten. Doch mit der Zeit wurden wir immer mehr und mehr überrascht, was das Land so zu bieten hat. Gerade als Reisegruppe (und mit dem Guide <3) macht es richtig viel Spaß die Umgebung zu erkunden, die Kultur kennen zu lernen und auch alte Gebäude zu renovieren, da sie regelmäßig abgerissen werden. Dennoch passierte es immer wieder, das technische Probleme und unnötige Fehler bei Buchungen, Fahrten oder Koordinaten zu massiven Änderungen führten und wir teilweise die Kurztrips abbrechen mussten. Auch als ein weiterer Urlauber unbewusst aus dem Heli sprang und keinen Fallschirm mithatte war uns allen kurz das Herz in die Hose gerutscht, als wir jedoch landeten war er plötzlich wieder neben uns. Da heißt es, Amerika sei das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Wer außerdem alleine durch die Gegend streicht, der braucht sich nicht wundern, wenn sein Urlaub dann schlecht läuft, denn ohne einen Guide(!) und anderen Urlauber ist es wirklich nur der halbe Spaß und die Erfahrung wird erheblich gesteigert, da die US-Agentur anscheinend nur sehr erfahrene Reiseleiter in das Gebiet schickt.

Reiseempfehlung

Wer sich nun immer noch unsicher ist, ob Bolivien der nächste Urlaubsort wird, dem sei eines gesagt: reist mit Freunden und das Erlebnis wird grenzenlos sein. Wir berichten immer noch (mit schlechtem Internet) vom Äquator, denn wir denken noch nicht daran zurückzufliegen. Wer mit technischen Problemen schnell zurecht kommt und darüber hinweg sehen kann, dass man Trips öfter starten muss, bis man das volle Erlebnis-Package erhält, der kann sich beim nächsten Fachhändler einen Bolivien-Guide holen und den Flieger buchen.
Ich muss wieder los, unser Guide hat gesagt, 20 Minuten und 10 Liegestütz müssen genug Rast sein. Private (so nennt er uns alle, um es einfacher für ihn zu machen, denke ich) out!

8.4 Good

+detailgetreue Welt
+Coop
+Möglichkeiten ans Ziel zu kommen
-Bots sind dumm wie Brot
-Bugs und Glitches nehmen öfter den Spielspaß

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David B.

Unser multimedialer Tausendsasser ist überall zu finden. Sei es nun auf Events wie Gamescom, Comic-Con oder in Multiplayer-Lobbies zwischen Call of Duty oder FIFA. Nebenbei macht er auch noch Videos und Fotos auf Konzerten und Festivals. NO REST FOR THE WICKED!

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