Der Ruf der Normandie – Call Of Duty: WW II

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Die Community wünscht, die Industrie spurt – wie man unlängst bei EA sehen konnte. Doch nach den futuristischen Shootern à la Infinite Warfare ist endlich wieder die Vergangenheit an der Reihe und Call Of Duty kehrt zurück zu seinen Wurzeln. World War II!

Nachdem der Konkurrent Battlefield erstmals in den ersten Weltkrieg gewechselt hat, war es auch an der Zeit für CoD zurück an den Anfang des Geschehens zu gehen. Und anscheinend macht es sich für die Serie bezahlt, denn wer erinnert sich noch am Strand von Omaha Beach zu kämpfen oder die Russen zu unterstützen – nur diesmal mit Optimierungen an Waffen, zusätzliche Perks und lustige neue Modi. Welcome to WWII!

Roosevelt wäre stolz

Über die Story kann man nicht meckern, geht es doch um wahre Ereignisse in der Weltgeschichte. Als Private Daniels wird man, gleich nach Starten der Kampagne, in das Grauen des zweiten Weltkriegs geworfen – den D-Day. Gemeinsam mit dem Rest des Battallions geht es dann quer durch Europa, um die Nazis an der Weltherrschaft zu stoppen. Auch die Motion-Capture Darsteller dürfen sich sehen lassen: Hollywoods Vorzeige-Soldat Josh Duhamel, bekannt aus Transformers, oder Russell Richardson leihen Gesicht und Stimme im Spiel. Hier leistet Activision wieder gute Arbeit und zeigt, dass sie filmreife Story können. In den diversen Missionen geht es teilweise durch die einzelnen Game-Modes, die den Spieler dann im Multiplayer alles abverlangen werden, wenn es gegen andere Spieler online geht. Und so entfaltet sich der Krieg auch auf Public Servern.

I want one hundred Nazi scalps!

Der CoD Multiplayer ist ebenfalls weitgehend bekannt. Doch vielen Modi wie Abschuss bestätigt und Domination gesellen sich nun Krieg und Fußball ebenfalls im zweiten Weltkrieg dazu. In Krieg müssen diverse Ziele erreicht werden, damit ein Team gewinnt: Eine Brücke bauen, die das Voranschreiten gewährleistet, einen Panzer eskortieren, um die feindlichen Nester auszulöschen oder Bunker in der Normandie ausräuchern. All das macht richtig Spaß und lässt alte Zeiten auf Carenten, Brecourt etc. wieder aufleben.
Doch was ist neu und stört die Community? Lootcrates! Im Multiplayer befinden sich alle Spieler in einer HUB-Zentrale, in der man sich zusammenschließen kann und gemeinsam auf die Schlachtfelder ziehen kann. Doch plötzlich fällt ein Fallschirm vom Himmel mit einer Kiste. Mein Gegenüber öffnet sie und ich sehe, was drin ist: ein guter Aufsatz für ein starkes STG44. Wie kann das sein? Ich will das auch haben!
Und so beginnt der Kampf mit den Loot-Boxen, die man entweder per Zufall im Match erhält oder per Level-Up öffnen darf. Oder man geht in den Store und kauft für echtes Geld ein paar Boxen… tja, warum nicht?
So lädt Activision ein, sich unnötige Lootcrates zu kaufen, die meist nur kosmetische Upgrades beinhalten und das Teil, das man wirklich haben möchte, nicht dabei ist. Die Kontroverse, ob es nun Glücksspiel sei, greifen wir an dieser Stelle nicht auf, dafür gibt es Gerichte 😉
Wer Lootcrates braucht, der wird sie sich ohnehin kaufen, wer im Multiplayer richtig Spaß haben will, der kann das meist auch ohne Holzkisten haben, nämlich im nächsten offenen Match die Gegner ordentlich mit Blei füllen!

In your head, Zombie!

Was wäre ein CoD ohne den Zombie-Modus? Wir wissen es nicht, denn das kennen wir in der Form gar nicht mehr. So gesellen sich diesmal Ving Rhames, David Tennant, Katheryn Winnick und Elodie Yung zu den Überlebenden. Gemeinsam (oder alleine) müssen sie das Rätsel lösen, wer die Toten wieder auferstehen lässt und warum er das macht. Das Nazi-Counterpart dazu ist nämlich niemand Geringeres als Udo Kier! Spieltechnisch gilt auch hier wieder die alte Formel: Leveln, Überleben und Punkte gegen Waffen, Perks und Weiterkommen im Spiel tauschen. Dazu muss gesagt werden, dass eine Solo-Challenge nicht empfehlenswert ist, da man irgendwann überrannt und ein Punkt erreicht wird, wo es keinen Ausweg mehr gibt, als sich seinem Schicksal zu stellen. Deshalb immer drei Freunde bei der Hand haben, die im Kampf gegen die Nazi-Zombies helfen – auf Konsole auch gerne im Splitscreen!

Fazit

Call Of Duty: World War II macht alles gut, was Infinite Warfare schlecht gemacht hat. Das Setting ist, obwohl es bereits verwendet wurde, frisch und bringt die Call Of Duty Erfahrung auf ein neues Level. Nach all den Jahren Entwicklung bei Activision merkt man, dass sich die einzelnen Verbesserungen seit 2003 bezahlt gemacht haben und richtig Bock machen, wenn sie richtig eingesetzt werden.
Wer mit der Geschwindigkeit und der Community dennoch nicht zurecht kommt, der wird weiterhin Frustration während der Online-Sessions erfahren, denn diese ist auf jeden Fall gleich geblieben. Wir sind gespannt, was Activision als Nächstes aus dem Ärmel zaubert!

9 Awesome

+ Setting und Mechanismen spielen gut zusammen
+ Kinoreife Story
+ Verbessertes Online-System
- Server Performance verbesserungswürdig
- Lootcrate System fragwürdig
- Nazizombies wirkt ein wenig aufgesetzt

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David B.

Unser multimedialer Tausendsasser ist überall zu finden. Sei es nun auf Events wie Gamescom, Comic-Con oder in Multiplayer-Lobbies zwischen Call of Duty oder FIFA. Nebenbei macht er auch noch Videos und Fotos auf Konzerten und Festivals. NO REST FOR THE WICKED!

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